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Thema: RPi-OTR-Tool

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    RPi-OTR-Tool

    Update 5.892019: Neue Version 1.1 für Raspbian Buster und RPi 4B verfügbar

    rpiotrtool ist ein Werkzeug für Raspberry Pi Computer zum Dekodieren und Schneiden von OTR-Aufnahmen.

    Zum framegenauen Schneiden wird die Methode “Smartmkvmerge” benutzt, die von den Programmierern von OTRVerwaltung++ entwickelt wurde. Der Programmcode zum Schneiden wurde zu großen Teilen aus OTRVerwaltung++ übernommen und angepaßt. Das Programm wurde in Python geschrieben und mit nuitka compiliert. Der Quellcode liegt bei.

    Man benötigt einen Raspberry Pi 2B, 3B oder 3B+ und eine daran angeschlossene USB-Festplatte. Auf dem RPi 4 ist es derzeit mit einigen kleinen Einschränkungen nutzbar (vor allem beim manuellen Schneiden), läuft aber um ein Vielfaches schneller (bis zum Faktor 7 beim Schneiden).

    Als Betriebssystem muß Raspbian Stretch oder Buster in der Vollversion installiert sein.

    Installation für Stretch:

    Zur Installation öffnet man ein Terminal und gibt nacheinander die folgenden Befehlszeilen ein:

    Version 1.0 für Stretch
    Code:
    wget http://steinerdatenbank.de/software/rpiotrtool10.tar.gz
    tar -xzf rpiotrtool10.tar.gz
    cd otr
    ./install
    Installation Version 1.1 für Buster:
    Code:
    wget http://steinerdatenbank.de/software/rpiotrtool11.tar.gz
    tar -xzf rpiotrtool11.tar.gz
    cd otr
    ./install

    Alle benötigten Komponenten incl. otrpidecoder werden automatisch installiert.

    Während der Installation wird man gefragt, ob man meine kweb suite installieren möchte. Die ist nötig, wenn man selbst Cutlists erstellen möchte.

    Nach der Installation sollte man das Handbuch (PDF) im Ordner "otr" öffnen. Darin wird alles beschrieben, was man zur Anwendung wissen muß.

    Wer sich vorab näher informieren möchte, kann das Handbuch auch separat herunterladen oder online lesen

    Features:
    Otrkeys dekodieren.
    Cutlists suchen und herunterladen (auch für registrierte Downloads mit FRED, die man später bewerten kann)
    Cutlist-Vorschau
    Dekodierte Dateien schneiden (HQ, HD und Standard-AVI, kein mp4)
    Schnittkontrolle nach dem Schneiden
    Konvertieren von ungeschnittenen Dateien ins MKV-Format, um sie mit VLC abspielbar zu machen.

    Hat man meine kweb suite installiert, wird eine Spezialversion von omxplayerGUI installiert mit speziellen Kommandos zum Setzen und Speichern von Schnittpunkten. Diese werden dann von rpiotrtool automatisch in Standard-Cutlists umgewandelt, die auch zum Austausch mit anderen Anwendern geeignet sind. Es handelt sich dabei nicht um einen komfortablen Schitteditor, wie man ihn von anderen Plattformen kennt, aber mit ein wenig Übung kann man damit genau so fix Schnittlisten erstellen wie mit anderen Programmen.

    rpiotrtool ist ein Kommandozeilenprogramm, das aber optional in einen interaktiven Modus mit einfachem Textmenü bedient werden kann.

    Geändert von Guenni (11.09.2019 um 08:56 Uhr)

  2. #2
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    Version 1.0 verfügbar

    rpiotrtool ist nun in der Version 1.0 verfügbar. Damit ist nun eine vollständige Bearbeitung von OTR-Aufzeichnungen auf Raspberry Pi Computern möglich.
    Ich habe den ersten Beitrag entsprechend gändert.

  3. #3
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    Hallo Guenni,

    herzlichen Dank fürs Entwickeln dieses Tools. Gerade läuft bei mir die Erstinstallation. Ich bin gespannt!

    (Ich wusste gar nicht, dass wir hier einen echten Raspi-VIP mit an Bord haben, jetzt bin ich ein wenig stolz.)

    kweb wurde übrigens bei der Abfrage nicht installiert, als ich mit Return bestätigt habe. Beim zweiten Durchlauf habe ich statt Return explizit J gedrückt, dann gings.
    kweb musste ich übrigens tatsächlich auf genau diesem Pi installieren, weil er noch nicht für Multimedia gedacht war...
    Gruß
    PeGu

  4. #4
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    bugfix für große Dateien

    Vor kurzem musste ich erstmals eine OTR-Aufzeichnung mit einer Dateigröße von 3.2 GB schneiden und habe festgestellt, daß rpiotrtool dabei gnadenlos abstürzt. Eine genauere Analyse ergab, daß Mediainfo für Dateien größer als etwa 2 GB nicht funktioniert und davon hängt rpiotrtool leider ab. Der Fehler liegt in der "ZenLib", einem Utility, das von den Mediainfo-Entwicklern kommt. Glücklicherweise gibt es dafür eine einfache Lösung: wir installieren die Buster-Version der ZenLib:

    Code:
    wget http://archive.raspbian.net/raspbian/pool/main/libz/libzen/libzen0v5_0.4.37-1_armhf.deb
    sudo dpkg -i libzen0v5_0.4.37-1_armhf.deb
    Ich habe heute eine neue Version des rpiotrtool Paketes hochgeladen, die diesen Bugfix bereits enthält und automatisch installiert. Die Versionnummer habe ich nicht geändert, weil sich am Programm ja nichts geändert hat. Wer rpiotrtool vor dem heutigen Datum heruntergeladen und installiert hat, braucht aber keine neue Version: Einfach die beiden Kommandos oben ausführen.
    Geändert von Guenni (11.03.2019 um 11:30 Uhr)

  5. #5
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    Korrigierte EPGs

    Ich habe einige falsche Dateien im EPG-Ordner entdeckt und sie korrigiert. Das aktuelle rpiotrtool-Paket enthält ab sofort die neuen EPG-Dateien. Eine Versionsänderung habe ich nicht vorgenommen.

    Wer rpiotrtool bereits installiert hat, kann sich den korrigierten EPG-Ordner separat herunterladen, auspacken und dann den Ordner EPG im Ordner "otr" durch den neuen ersetzten.

    http://steinerdatenbank.de/software/EPG.zip

    Die EPGs können auch unabhängig von rpiotrtool verwendet werden. Sie nutzen das Text-EPG von Hör-Zu und sind auf die von OTR unterstützen Sender abgestimmt. Es sind HTML-Dateien, die mit jedem Browser geöffnet werden können. Damit kann man sehr schnell Sendungen finden, die man auf OTR aufnehmen möchte. Am besten fängt man mit der Seite "menue.html" an (Lesezeichen im Browser setzten).

  6. #6
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    rpiotrtool für Raspbian Buster

    rpiotrtool 1.0 ist nun auch für Raspbian Buster verfügbar. Am Programm selbst hat sich nichts verändert. Das Programm selbst mußte aber neu für Buster kompiliert werden.

    Außerdem wurde der otrpidecoder auf Buster lauffähig gemacht. Dazu werden otrpidecoder und die libcurl3 Bibliotheken in einem speziellen Container installiert. Der Dekoder selbst wird nun über ein script gestartet ( /usr/local/bin/otrpidecoder ), das dafür sorgt, daß die benötigten Bibliotheken verwendet werden, die auf Buster selbst nicht mehr verfügbar sind (Buster verwendet libcurl4).

    Ähnliches gilt für die kweb suite, die man zum manuellen Schneiden benötigt (omxplayerGUI). Es wird (optional, nach Abfrage) kweb-1.7.9.8 installiert und anschließend das benötigte kweb_upgrade_buster_20190823. Dies enthält eine neuere Version von omxplayerGUI und einigen weiteren Tools. Dabei wird auch gksu aus den Stretch-Bibliotheken installiert, da kweb gksudo benötigt, das unter Buster nicht mehr verfügbar ist.

    Voll funktionsfähig ist rpiotrtool 1.0 nur auf RPi 2B, 3B und 3B+ mit dem Legacy Grafik-Treiber. Auf dem RPi 4B oder bei Verwendung eines der KMS-Grafik-Treiber wird von omxplayer jegliche OSD-Funktion (Untertitel, Positions- und Geschwindigkeitsanzeige usw.) abgeschaltet. Damit ist die Schnittkontrolle (vor und nach dem Schneiden) praktisch nutzlos und auch das Erstellen von Schnittlisten mit omxplayerGUI wird dadurch erschwert. Abhilfe kann da nur eine neue omxplayer-Version schaffen, bei der das OSD-System komplett überarbeitet wird. Der Hauptentwickler von omxplayer hat dafür zur Zeit leider keine freie Kapazität. Mit einer kurzfristigen Lösung ist deshalb nicht zu rechnen. Das ist insofern schade, als rpiotrtool von der viel größeren Festplattengeschwindigkeit über USB3 stark profitieren würde (beim Dekodieren und Schneiden).

    Ich habe den Startbeitrag hier überarbeitet und um die Buster-Installation erweitert.
    Geändert von Guenni (25.08.2019 um 07:03 Uhr)

  7. #7
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    rpiotrtool auf dem Raspberry Pi 4

    Ich habe zwar schon eine neue Version von rpiotrtool für Raspbian Buster veröffentlicht, aber es hat mich doch gewurmt, daß diese Version auf dem Raspberry Pi 4 praktisch nicht brauchbar ist. Das liegt im wesentlichen an der abgeschalteten OSD-Funktion von omxplayer und einem zusätzlichen Bug des Programms (daß nämlich omxplayer sogar abschmiert, wenn Untertitel gefunden werden).

    Deshalb habe ich mich daran gemacht, eine neue Version 1.1 zu entwickeln, bei der man optional VLC für die Cutlist-Vorschau und die Schnittkontrolle verwenden kann. Mangels Dokumentation über die DBUS-Schnittstelle war das gar nicht so einfach. Außerdem hat VLC leider Probleme mit den Original-OTR-AVI-Dateien: sie werden etwas ruckelig angezeigt. Auch dafür habe ich eine Lösung gefunden, die allerdings etwas zusätzliche Zeit kostet. Auf einem RPi 4 mit 2 oder 4 GB Arbeitspeicher kann man nun auch gefahrlos Multi-Threading verwenden ohne Gefahr zu laufen, daß man ins Swapping gerät (und dann alles wieder viel langsamer wird).

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Verglichen mit einem Rpi 3B+ (1.4 GHz, Single-Threading, Festplatte über USB2 angeschlossen) ist das Schneiden auf einem RPi 4B/4GB (1.5 GHz, Multi-Threading, Festplatte an USB3) nun 6.7 Mal schneller. Auch das Dekodieren und Konvertieren nach MKV gehen nun viel schneller, wenn auch nicht um den gleichen Faktor.

    Äußerlich unterscheiden sicn die beiden Versionen 1.0 und 1.1 kaum. Es gibt zwei neue Einstellungen für Optionen:

    1) Wahl zwischen VLC und omxplayer
    2) Optional alle dekodierten Dateien nach dem Dekodieren automatisch ins MKV-Format konvertieren (Kopie im converted-Ordner).

    Wenn MKV-Dateien existieren, werden diese für die Schnittvorschau verwendet. Dann läuft die Schnittvorschau perfekt (ruckelfrei).Nach erfolgreichem Schneiden werden diese MKV-Kopien automatisch wieder gelöscht.

    Anders als omxplayer läuft VLC bei der Schnittkontrolle (Preview und Postview) immer im Vollbildmodus, da nur dann die volle GPU-Leistung zum Tragen kommt.

    Auch die separate Konvertierfunktion nach MKV wurde intern etwas verändert: Es werden nun alle (noch nicht konvertierten Dateien) konvertiert und nicht nur die, für die keine Schnittliste vorliegt.

    Bei der Löschfunktion (Trash-Verzeichnis) wird nun noch abgefragt, ob auch übriggebliebene MKV-Kopien (falls vorhanden) gelöscht werden sollen.

    Ein Mangel bleibt allerdings auf dem RPi 4: wegen der fehlenden OSD-Funktion von omxplayer ist das Erstellen von Cutlisten mit omxplayerGUI deutlich umständlicher. Da können wir nur auf eine verbesserte Version hoffen, die aber kurzfristig nicht in Sicht ist. Außerdem ist auf dem RPi 4 das manuelle Schneiden (Cutlists erstellen) des alten AVI-Formats (wegen fehlendem Codec) nicht mehr möglich.
    Ich selbst verwende deshalb zum manuellen Schneiden immer noch meinen RPi 3B+ und greife dabei auf die Dateien (auf dem RPi 4) übers Netzwerk zu.

    Man kann die neue Version auch mit älteren Modellen verwenden. Da hat man dann die Wahl zwischen omxplayer und VLC, sofern man den Legacy-Grafiktreiber verwendet.

    Die neue Version 1.1 ist im Wesentlichen fertig. Ich werde sie noch etwas ausführlicher testen und zugleich das Handbuch entsprechend überarbeiten. Im Laufe der kommenden Woche sollte sie dann verfügbar sein.
    Geändert von Guenni (02.09.2019 um 08:33 Uhr)

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